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Aktuelle Anfragen an die Verwaltung zum Thema Pankratius Grundschule

Auf folgende Fragen erhoffen wir uns Antwort in der nächsten Ratssitzung am 18.10.2017

 1.  Fragen zum weiteren Vorgehen bezüglich des Schimmelbefalls

 1.1  Erklären Sie, warum das Hygieneinstitut z.T. andere Räume auf Schimmel getestet hat als zuvor der Hausmeister in Form von Petrischalentests (die laut Hygieneinstitut nicht als aussagekräftig gelten).

 1.2  Ist nun ausgeschlossen, dass weitere Baustoffe des Gebäudes (Putz, Tapeten, Anstriche, Silikondichtungen, evtl. verdeckt durch Tapete, Holzverschalung oder abgehängte Decke) Schimmelpilzbefall aufweisen?

 1.3  Wenn nein: Wie wird in dieser Sache weiter vorgegangen?

 1.4  Wieso ist im Keller ausschließlich der Hausmeisterraum auf Schimmel getestet worden und nicht der sog. Werkraum, der bis dato als Unterrichtsraum genutzt wurde?

 2.      Fragen zum Einsatz des Sporizids Contec ProChlor

 2.1  Wann sind in der Vergangenheit welche Räume der Pankratius Grundschule mit Sporizid behandelt worden? Haben Sie sich zuvor beim Gesundheitsamt/Umweltbundesamt erkundigt?

 2.2  Bitte nehmen Sie Stellung dazu, dass sowohl Gesundheitsämter als auch das Umweltbundesamt vom Einsatz dieser Sporizide in Innenräumen abraten, da Sporizide dieser Art nur in Reinräumen angewendet werden sollen. Wer hat die Entscheidung über die Anwendung des Sporizids zu verantworten?

 2.3  Wie oft ist bereits in den letzten Jahren eine Reinigung und „Desinfektion“ durchgeführt worden? In welchen Räumen?

 2.4  Wann ist der erneute Einsatz von Sporiziden in den Klassenräumen angedacht?

 2.5  Im Sicherheitsdatenblatt des Mittels Contec ProChlor wird die Verwendung auf harte Oberflächen eingeschränkt. Fand eine Anwendung des Mittels auf den Teppichen an Wand und Boden statt?

 2.6  In welcher Konzentration ist Contec ProChlor angewendet worden?

 2.7  Nehmen Sie bitte Stellung zu der Tatsache, dass das Hygieneinstitut zu dem Fazit kommt, dass hinsichtlich des Schimmelbefalls keine „repräsentativen Ergebnisse“ vorliegen. Erklären Sie bitte die Sinnhaftigkeit der Vorgehensweise, vor einer Messung chemische Mittel einzusetzen.

 2.8  Was hat die chemische Reinigung und die „Desinfektion“ gekostet?

 3.      Fragen zum Raumluftgutachten

 3.1  Nehmen Sie bitte Stellung dazu, dass das in Auftrag gegebene Raumluftgutachten explizit nicht auf Schadstoffe testet, die üblicherweise in Schulen dieses Alters zu finden sind (Asbest, PCB, PAK)! Eine Schadstoffanalyse pro Stoff kostet rund 100€, erläutern Sie, weshalb dieser geringe finanzielle Aufwand so vehement vom Schulträger abgelehnt wird.

 3.2  Hat das Hygieneinstitut Sie hinsichtlich der zu testenden Schadstoffe dahingehend beraten, Asbest, PCB, PAK nicht zu testen?

 3.3  PAK und PCB befindet sich häufig in Fugenmasse des verlegten Parkettbodens. Können Sie garantieren, dass in der Pankratius Grundschule diese Fugenmasse nicht verwendet wurde und nicht ausdünstet?

 3.4  Empfindliche Personen wie Kinder reagieren bereits ab sehr viel niedrigeren Werten als die im Raumluftgutachten zugrunde gelegten Richtwerte. Nehmen Sie Stellung dazu, dass die Formaldehyd-Werte in einigen Klassenräumen den Richtwert für Kinderzimmer in Deutschland deutlich übersteigen (55-81).

 3.5  Einige in der Schule verbaute Spanplatten sind beschädigt. Laut Stellungnahme seitens der Stadt müssen schadstoffbelastete Spanplatten nicht ausgebaut werden. Bitte nennen Sie die Vorschrift, auf die sich die Verwaltung hier bezieht (siehe Stellungnahme der Stadt zu Mängelliste der Eltern).

 3.6  Können Sie garantieren, dass die beschädigten Spanplatten kein schädliches Formaldehyd ausdünsten?

 3.7  Die vom Hygieneinstitut vorgeschlagenen Datenlogger sollen den CO2-Gehalt der Luft messen. Die Klassenräume der Pankratius Schule werden bereits jetzt schon dauerbelüftet. Welche Ergebnisse erhoffen Sie sich von einer solchen Messung?

 3.8  Am 19.9. konnten Sie nicht für die Sicherheit der Kinder garantieren. Können Sie nun für die absolute Sicherheit der Kinder in Bezug auf die Raumluft garantieren?

 4.      Weitere Fragen

 4.1  Wieso ist der Keller der Grundschule noch immer gesperrt? Wurde der Keller bereits leergeräumt? Gibt es hier einen Verdacht auf Asbest?

 4.2  Welche genauen Ergebnisse hinsichtlich einer Keim- und Schadstoffbelastung liegen hier vor? Werden hier Grenzwerte überschritten?

 4.3  Welche Überlegungen haben Sie angedacht hinsichtlich einer Sofortmaßnahme? Wie viele Räume stehen im Notfall an anderen Schulgebäuden zur Nutzung bereit? Kommen in diesem Fall auch die Gesamtschule, die Von-Galen-Schule und das Kutschenmuseum als Übergangslösung in Frage?

 4.4  Sicherlich hat der Schulträger die Krankheitssymptome seit Jahren schon dokumentiert. Seit wann sind Beschwerden aufgetreten?

 5.      Fragen zum Brandschutzkonzept

 5.1  Zu welchen Ergebnissen kam die Überprüfung des Brandschutzkonzeptes?

 5.2  Wann ist zuletzt ein Protokoll zum Brandschutz erstellt worden? Wer ist für die Einhaltung zuständig und wann steht die nächste Prüfung an?

 5.3  Kann zu diesem Zeitpunkt die Sicherheit des Gebäudes im Falle von Brand laut Brandschutzrichtlinie in allen Stockwerken garantiert werden?

 6.      Fragen zum bauphysikalischen Gutachten

 6.1  Bitte machen Sie die Auftragsformulierung transparent, indem Sie den genauen Inhalt der Auftragsformulierung benennen.

 6.2  Welche Firma ist mit der Begutachtung beauftragt. Wer war bei der Sichtung des Gebäudes zugegen?

 6.3  Bitte machen Sie die Ergebnisse des Gutachtens transparent. 

 6.4  Wurde ein solches bauphysikalisches Gutachten auch für die Sanierung der Gesamtschule in Auftrag gegeben? Bitte stellen Sie diese Gutachterergebnisse ggf. bereit.

 7. Kosten

 7.1  Nehmen Sie aus haushaltsplanerischer Sicht Stellung zu folgenden Punkten:

 o   Ist in Zeiten der Haushaltssicherung die Verwaltung angehalten, sich für die kostengünstigsten Firmenangebote zu entscheiden?

 o   Bitte erläutern Sie, inwiefern der Fund von Schadstoffen wie PCB, Asbest, PAK gravierende Auswirkungen auf den Haushaltsabschluss, den Sie unbedingt im Dezember verabschieden wollen, hat.